Wir über uns
Die vier Trägergemeinden Birr, Birrhard, Lupfig und Scherz, erbauten das Heim mit dem Ziel, den älter werdenden EinwohnerInnen im Bedarfsfall ein Zuhause in gewohnter Umgebung und bekanntem Umfeld bereit zu stellen.
Das Heim wurde mit seinen 43 Einerzimmern am 10.10.1994 unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung als Alters- und Leichtpflegeheim eröffnet.
Dank der weitsichtigen Planung bereitete es keine Mühe, die Institution schon zwei Jahre später als Pflegeheim weiter zu führen.
Gezwungen durch den Anstieg von Menschen mit einer Demenz, sowohl in der Institution als auch von ausserhalb, wurde im Jahr 2000 in einer ersten Etappe im Erdgeschoss eine Wohngruppe für sechs Demenzerkrankte eröffnet. In einer zweiten Etappe folgte im Jahr 2010 die notwendige Erweiterung um 10 Plätze und damit der Umzug ins 1. Obergeschoss.
Als Führungspersonen des Heims vertreten wir heute die feste Überzeugung, dass die Trennung zwischen Geriatrie und Demenz für das Wohlbefinden beider Gruppen von Vorteil ist.
Demenzstation "Schwalbennest"
(Begriffserklärung: die Schwalben fliegen für den Aussenstehenden scheinbar ziellos umher, um am Ende des Fluges sicher in ihr Nest zurück zu kehren.)
Bewohnerinnen und Bewohner
Die von Demenz Betroffenen sind in ihrer jeweiligen Welt von kognitiver Erfolgslosigkeit über kognitive Ziellosigkeit bis zur Welt der Schutzlosigkeit beherbergt, aufgehoben und dürfen ihre Lebenstage in einem geschützten Rahmen verbringen.
Eine vielfältig ausgebildete Crew garantiert die Einlösung dieser Zusage. Es sind dies Pflegefachfrauen-und Männer mit höherer Fachausbildung aus den Gebieten der Psychiatrie und der Krankenpflege, Pflegefachfrauen Gesundheit, Pflegefachfrauen Betreuung, Fachfrau Gerontologie- Empathie und Rotkreuzhelferinnen. Auszubildende Fachfrauen Gesundheit stehen während ihrer dreijährigen Lehrzeit phasenweise im Einsatz.
Pflege- & Betreuungspersonal
Die Mitarbeitenden verstehen sich als ein Team von „Spezialisten“, welches sich gegenseitig unterstützt, fördert und die Zusammenarbeit laufend zu optimieren versucht. Gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Toleranz sollen eigenverantwortliches Handeln im Pflegalltag und innerhalb des Teams ermöglichen.
Zielsetzung:
Das "Schwalbennest" ist eine geschlossene Wohnform für dementiell erkrankte Betagte. Auf dieser Station steht ein zufriedenes, anpassungsfähiges und durchhaltewilliges Team im Einsatz, welches nach den Grundsätzen der Empathischen Pflege handelt. Oberste Priorität ist das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner und Respekt vor der Einmaligkeit jedes Einzelnen.
Infrastruktur
Es stehen Einer- oder Zweierzimmer je nach Bedarf des einzelnen Bewohners oder nach Massgabe der ganzen Gemeinschaft zur Verfügung. Zimmerwechsel sind möglich.
Die ärztliche Betreuung geschieht durch einen ausgewählten und im Gebiet der Demenz erfahrenen Arzt, welcher für spezielle Fragen auch den externen psychiatrischen Dienst beiziehen kann.
Angehörige
Die Erfassung der Lebensbiographie und des Eintritts-Asessement lieferen uns wertvolle Hinweise für den Zugang zum Bewohnet, für das Verständnis seiner Verhaltensweisen und für die Planung der Pflege. Diesbezüglich sind wir ganz und gar auf Angehörige oder Freunde angewiesen. Darüber hinaus sind wir über die Aufenthaltszeit auf Zusammenarbeit bedacht und freuen uns, den Austausch mit Angehörigen zu pflegen und sie zu informieren über die Entwicklung der jeweils Angehörigen. Gemeinsame Anlässe und Begegnungen von betroffenen Angehörigen untereinander setzen starke Zeichen in dieser "Schicksalsgemeinschaft".
Geriatrische Station "Regenbogen"
(Begriffserklärung: Der Regenbogen als Hoffungsträger wird sichtbar, wenn nach dem Regen das Sonnenlicht durchbricht. Damit ist er ein Hinweis auf die hellen und dunklen Phasen, welche während eines Aufenthalts in der „Grossfamilie Altersheim“ durchlebt werden können.)
Bewohnerinnen und Bewohner
Betagte, welche schwerpunktmässig in physischer Hinsicht nicht mehr völlig selbständig sind haben die Möglichkeit, professionelle pflegerische Hilfe in Anspruch zu nehmen und darüber hinaus aktiviert zu werden. Mögliche Zielsetzungen sind Fähigkeiten fördern oder erhalten, Leiden lindern oder aushalten.
Über allem steht die Vermittlung des Gefühls von "zu Hause zu sein" und zur Gemeinschaft zu gehören!
Organisatorisch sind drei Stationen (EG,2.OG+3.OG) mit 33 Betten als Arbeitseinheit zusammengeschlossen.
Pflege- & Betreuungspersonal
Auch auf dieser Station stehen Menschen mit verschiedenen pflegerischen und paramedizinischen Berufsausbildungen im Einsatz. Die Jugend ist durch die Azubis (Auszubildende) und durch angehende Lernende im Praktikum vertreten.
Die Zielsetzung welche sie sich selbst gegeben haben lautet:
Durch permanent gelebte Kommunikation unter den Mitarbeitenden des Regenbogens wollen wir, unter Berücksichtigung der eigenen Grenzen über das Angebot der Pflege hinaus den individuellen Bedürfnissen unserer BewohnerInnen immer besser entsprechen und damit ihr Vertrauen gewinnen.
Infrastruktur
Die Bewohnerinnen und Bewohner auf der Geriatrie bewohnen je ein Einzelzimmer mit Balkon und Nasszelle (WC/Dusche). Der Boden ist mit einem behaglichen Parkettboden ausgelegt. Das Heim stellt ein Pflegebett mit Nachttisch, sowie einen kleineren Einbauschrank mit Safe zur Verfügung. Jedes Zimmer ist mit Telefon, Rufanlage, Kabelanschluss für den TV- und Radioempfang ausgestattet.
Für die weitere Ausgestaltung des Zimmers ist jeder Bewohner selbst verantwortlich und weitgehend frei.
Die Bewohnerinnen und Bewohner der geriatrischen Station können weiterhin von ihren bisherigen Hausarzt betreut werden, wenn dieser willens ist, im Notfall ins Heim zu kommen.
Angehörige
Freunde und Angehörige bedeuten für unsere geriatrischen BewohnerInnen eine willkommende Abwechslung im Heimalltag und sind zu jeder Zeit herzlich willkommen.
Festanlässe während des Jahres feiern wir gemeinsam mit allen BewohnerInnen und deren Angehörigen.
Aktivitäten
Grundsätzlich steht die Aktivierung jedem Bewohner des Heims offen. Dort hat er die Möglichkeit, seine kreative Seite zu entdecken und in ungezwungenem und vor allem stressfreien Rahmen einen Teil seiner Lebenszeit zu verbringen. Kreationen aus der Aktivierung bieten wir zum Kauf an.
Weitere regelmässige Angebote sind Turnen für Senioren, Singen und Andachten und Gottesdienste auf der Demenzstation.
Führungsgrundsätze
Die Philosophie der Personalführung richtet sich nach den Regeln der flachen Hierarchie. Nicht zuletzt dadurch sind immer noch Mitarbeiterinnen der ersten Stunde bei uns tätig.
Im Bewusstsein der Tatsache, dass Pflegende ein hohes Mass an Belastung tragen müssen, bieten wir im Bereich Pflege keine 100%-Stelle an. Den erhöhten administrativen Aufwand nehmen wir in Kauf zu Gunsten motivierter und ausgeruhter Mitarbeitenden (siehe auch Leitbild der Institution).
Nachwuchs / Auszubildende
Durch mannigfaltige Erfahrung mit Auszubildenden begrenzen wir momentan unser Ausbildungsangebot auf die Berufsbezeichnung Fachfrau/mann Gesundheit. Wir verlangen ein vorgängiges Praktikum von ½ bis 1 Jahr. Eine Ausbildungsverantwortliche und mehrere Berufsbildnerinnen betreuen die Auszubildenden.
Organigramm 2011

